Die Bäder für das neue Headquarter in Schabs
Sanitärbereiche fristen in vielen Firmen ein rein funktionales Dasein. Bei euch tragen sie eine klare Handschrift. Warum?
Weil genau dort der Anspruch sichtbar wird. Repräsentative Bereiche gestaltet fast jeder schön – die eigentliche Konsequenz zeigt sich in den Räumen, die man leicht übersieht. Wenn selbst die Toiletten gut durchdacht sind, spürt jeder Besucher und jede Mitarbeiterin: Hier wird nichts dem Zufall überlassen.
Die Farbwelten sind mutig – kräftiges Terrakotta, tiefes Grün. Wie kam es dazu?
Wir wollten keine anonymen, weißen Zweckräume. Die Farben schaffen Atmosphäre und Wiedererkennung – jeder Raum bekommt einen eigenen Charakter, bleibt aber Teil eines Ganzen. Mut zur Farbe passt zu einem Unternehmen, das sich auch im Markt traut, Charakter zu zeigen.
Bei der Ausstattung setzt ihr auf edle Materialien wie Terrazzo, Naturstein und designstarke Armaturen. Welche Bedeutung hatte das Zusammenspiel der Materialien für das Gesamtbild – und wo lagen die Prioritäten?
Oberflächen bestimmen, wie ein Raum wirkt und wie er sich im Alltag bewährt. Terrazzo und Naturstein sind robust, langlebig und pflegeleicht – und sorgen zugleich für eine lebendige Oberfläche. Das Weiß der Sanitärobjekte schafft den nötigen Kontrast und Klarheit. Entscheidend war für uns die Konsequenz über alle Ebenen – vom Bodenbelag bis zur Armatur. Nicht das einzelne Produkt zählt, sondern das Zusammenspiel und die Qualität, die sich im täglichen Gebrauch zeigt.
Die Zingerle Group engagiert sich mit einem jährlichen Benefiz-Event für Menschen mit Einschränkungen. Wie wichtig war es, dass sich diese Haltung auch in den Räumen zeigt – etwa in der barrierefreien Toilette?
Inklusion ist für uns kein Randthema, sondern Teil unseres Selbstverständnisses. Deshalb war es selbstverständlich, dass zu einem durchdachten Gebäude auch ein barrierefreies Bad gehört. Der unterfahrbare Waschtisch und das gut zugängliche WC sorgen dafür, dass sich wirklich alle – Mitarbeitende wie Gäste – bei uns willkommen und gut aufgehoben fühlen.
Wie reagieren Mitarbeitende, Bewerber und Kunden auf diese Räume?
Das Feedback ist durchweg positiv – und oft kommt es genau von dort, wo man es nicht erwartet. Gerade im Recruiting merken wir, dass gestaltete Arbeitsumgebungen ein Signal senden: Hier zählt der Mensch. Wer ein Gebäude betritt, in dem noch das Detail stimmt, versteht sofort, welchen Anspruch wir an unsere Arbeit haben.