Gunther Stolz im Interview

Hochwertige Bäder entstehen durch starke Partnerschaften. Heute stellen wir einen unserer geschätzten Lieferanten vor: die Firma Repabad mit Inhaber Gunther Stolz. Wir haben mit ihm über Produkte, Qualität und Innovationen gesprochen.

Herr Stolz, was unterscheidet Repabad-Produkte von anderen Anbietern am Markt?
Wir versuchen Produkte zu machen, bei denen wir nicht direkt vergleichbar sind. Ein Repabad-Produkt soll mindestens 25 bis 30 Jahre halten. Alles, was wir zukaufen müssen, lassen wir bevorzugt in Deutschland produzieren – das bedeutet kurze Transportwege und durchgängig hohe Qualität. Diese Langlebigkeit und der Anspruch „Made in Germany" sind für uns klare Alleinstellungsmerkmale.

Welche aktuelle Produktneuheit aus Ihrem Hause begeistert Sie persönlich am meisten – und warum?
Besonders stolz bin ich auf unsere Mineralwerkstoff-Duschwanne Oslo. Mit 3 cm Mineralwerkstoff bietet sie eine echte Flexibilität – kleine Beschädigungen lassen sich einfach herausschleifen. Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber starren Materialien und zeigt, was Mineralwerkstoff wirklich kann: hochwertig, langlebig und reparaturfreundlich.
Spannend ist auch unsere neue Duschtasse Graz: Sie ist flacher als die bewährte Wien, hat aber dieselben Maße – die Installation der Wien passt also auch für die Graz. Das macht den Umstieg für unsere Partner besonders einfach.

Wohin geht die Reise im Badezimmer der Zukunft? Welche Trends sehen Sie bei Wannen, Duschen und Wellness?
Der klare Trend ist: Die Badewanne kehrt zurück ins Bad. Und mit ihr eröffnen sich viele neue Möglichkeiten im Wellnessbereich. Die Kunden wollen wieder Entspannung zu Hause erleben.
Bei uns verteilt sich das aktuell so: Dampfbäder machen rund 17 % vom Umsatz aus, Duschwannen 20–25 %, Badewannen ebenfalls 20–25 %. Wellness und Individualisierung werden weiter wachsen – allerdings nur, wenn die Beratung beim Endkunden stimmt. Das ist noch eine Herausforderung in der Branche.

Repabad

Wie fließen Kunden- und Handwerker-Feedback in Ihre Produktentwicklung ein?
Wir haben jeden Monat eine feste Sitzung, in der alle Reklamationen auf den Tisch kommen. Dann gehen wir gemeinsam der Ursache auf den Grund – woher kommt es, was können wir besser machen? Wir sammeln systematisch Informationen und passen uns dem Markt an. Daraus entstehen z. B. vereinfachte Anleitungen oder vormontierte Teile, um Montagefehler von vornherein zu vermeiden.

Welche technischen Innovationen treiben Sie aktuell voran?
Ein großes Thema ist die Produktionsoptimierung bei unseren Waschtischplatten aus Keramik und Mineralwerkstoff. Wo wir bisher thermoformiert haben, gießen wir jetzt alles – das spart Bearbeitungszeit und senkt die Kosten deutlich. Diese Effizienz geben wir an unsere Partner weiter.

Worauf dürfen sich Ihre Partner und Endkunden in den nächsten 12 Monaten besonders freuen?
Wir bringen neue Infrarot-Paneele speziell für den Wohnbereich auf den Markt. Bisher waren unsere Paneele vor allem für Nassbereiche konzipiert – jetzt erweitern wir das Konzept ins Living. Das ist ein spannender neuer Anwendungsbereich, der Wellness und Wohnen miteinander verbindet.

Repabad
Interview: Manuela Madlaner 
Foto: Andreas Tauber